Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr

vor 1908
Der Feueralarm erfolgt durch das abgesetzte Anschlagen der
Kirchenglocken, so wie durch das Brandhorn.

1900
Je Löschgruppe wurde ein Hornist ernannt. Dieser hatte die Aufgabe, nach Erhalt der Nachricht (mündlich oder später per Telefon) über eine ihm vorgeschriebene Wegstrecke, teils zu Fuß laufend oder auf dem Fahrrad fahrend, den Alarm auf einem Brandhorn auszulösen.

1926
Vereinbarung mit dem Fernsprechamt Opladen:
Eine wesentliche Vereinfachung und vor allen Dingen schnellere Alarmierung war durch die Einführung des Telefons gegeben. Damals wurden alle Telefongespräche über die Vermittlung in Opladen per Hand verbunden. Wenn eine Alarmierung erfolgen sollte, konnte jeder Telefonteilnehmer die Vermittlung in Opladen anrufen. Diese gab dann die Meldung über eine Ringschaltung an vorher bestimmte, über das gesamte Stadtgebiet verteilte Telefonteilnehmer, weiter.
Jetzt konnte fast gleichzeitig mit einem Brandhorn der Alarm ausgelöst werden.

1935
Einführung des Selbstwahldienstes beim Telefon:
Nach Einführung des Selbstwahldienstes beim Telefon war einen Benach-richtigung der Brandhornbesitzers über eine Ringschaltung nicht mehr möglich. jetzt mussten alle Telefongespräche einzeln angewählt und separat geführt werden.
Vom Rathaus oder vom Wehrführer aus, wurden 6 Hauptalarmstellen und von dort nochmals bis zu 14 Nebenalarmstellen angerufen, die dann, wie oben beschrieben, den Alarm auslösten. Durch diese Alarmierungsart ging sehr viel Zeit verloren, so daß der Einsatz immer verhältnismäßig spät erfolgen konnte.

1945
Nach Beendigung des 2.Welkrieges konnten wir zusätzlich zu den Brandhörnen die alten Luftschutzsirenen für den Alarm benutzen. Es waren 3 Stück, eine auf dem Rathaus, eine bei Wietscher in Hüscheid und die dritte auf der Schule in Pattscheid. Diese Sirenen wurden nach telefonischen Anrufen vom Rathaus oder vom Wehrführer aus durch die Hausbewohner ausgelöst.

1961
Da der Telefonanschluss auf dem Rathaus stark überlastet war, wurde für die Feuerwehr erstmalig ein eigener Anschluss in Betrieb genommen mit der Nummer "3636".

1964/65
Durch den Katastrophenschutz wurden über das gesamte Stadtgebiet neue, stärkere Sirenen aufgestellt. Nach einem Antrag konnten wir 6 dieser Sirenen mitbenutzten.
Im Feuerwehrhaus an der Atzlenbacherstraße wurde eine Relaisstation eingebaut, von der aus die Sirenen entweder alle auf einmal oder auch nur einzeln; entsprechend der vorgeschiebenen Intervalle für den Brand- oder Katastrophen-einsatz automatisch eingeschaltet wurden. Hierdurch konnten alle Feuerwehrmänner im Stadtgebiet auf einmal benachrichtigt werden.

1969
Viele Anrufe kamen nicht wie vorgesehen über die TelefonNr.: "3636" für Bergisch Neukirchen an, sondern über die,für das gesamte Bundesgebiet einheitliche TelefonNr. 112, auf der Feuerwache Opladen. Aus diesem Grunde wurde von der Feuerwache Opladen zu der Relaisstation in Bergisch-Neukirchen eine Direktleitung geschaltet, damit von Opladen aus für Bergisch-Neukirchen der Alarm direkt und reibungslos ausgelöst werden konnte.

1975
Nach der Eingemeindung in die Stadt Leverkusen, wurde die gesamte Alarmierung durch die Berufsfeuerwehr von der Stixchestraße aus gesteuert.
Alle Brandmeldungen erfolgen auch aus Opladen über die Telefon-Nr. 112 bei der Hauptfeuerwache und werden von dort an die einzelnen Löschzüge und somit auch an den Löschzug Bergisch Neukirchen weitergegeben. Die Schaltung der Relaistation in Bergisch Neukirchen und die dortige Auslösung des Alarms über Sirenen, erfolgte per Funk. Bis zu Demontage 1987 /88 konnten die Sirenen auch von Hand am Gerätehaus Bergisch Neukirchen ausgelöst werden.

1976
Ausserdem haben 12 Feuerwehrkameraden Funkgeräte sog. Selektivgeräte vom Typ Bosch "FME 82" und folgende zu Hause aufgestellt, über die von der Hauptwache Leverkusen stiller Alarm durchgegeben werden kann. Bei der Auslösung des Alarms erhält der Feuerwehrmann auch sofort Auskunft über die von ihm zu erwartende Hilfeleistung.

1980
Die Anzahl der Selektivgeräte wurde um 4 Stück erhöht, sodass nun 16 Geräte für Bergisch Neukirchen zu Verfügung standen. Die weiter Planung sah vor, die gesamte Freiwillige Feuerwehr Leverkusen mit genügend Selektivgeräten auszurüsten, damit die Alarmierung nur noch auf stillen Wege erfolgen konnte

1985
Die in die Jahre gekommenen Geräte werden ersetzt durch neu kleinere Meldeempfänger der Firma Motorola Typ "BMD" Viele Jahre lang erwiesen sich die BMD als zuverlässig und stabile Begleiter. Durch einen kleinen Eingriff hätte man ständig den Funkkanal mithören können . Hat aber meines Wissen keiner gemacht ;-)

1997
Die alte analoge Leitstelle in der Stixsestraße wird durch eine Digitale ersetzt, die über mehrere Leitrechner verfügt, worüber die Einsatzplanung und Abwicklung erfolgt. Ebenso wurden alle Fahrzeuge der Feuerwehr Leverkusen mit Statusmeldern ausgerüstet, so das der Sprechverkehr auf ein Minimum begrenzt werden kann.
Die analogen Selektivgeräte wurden ersetzt durch Digitale "Bosch Typ ?". Diese hatten 8 einzelne Meldeschleifen und mittels einer kleinen Tabelle und der Nummer die der Piepser anzeigte,konnte man die Einsatzart feststellen. Aufgrund von Überreich-weiten und Laufzeitverschiebungen kam es vor allem in den Randgebieten zu unzureichenden und unsicheren Alarmierungen. Ausserdem waren diese Piepser nicht sehr stabil.
Mehr Informationen zur Leitstelle unter: www.berufsfeuerwehrleverkusen.de

1999
Nach langen Hin- und her wurden für Leverkusen komplett neue Piepser angeschafft, für die Mannschaft Modell "Hurricane" der Firma "Swissphone". Diese verfügen über 4 verschiedene Schleifen die einzeln vom Leitrechner ausgelöst werden können, je nach Einsatzart. Die Sprachausgabe der neuen Geräte ist auf ein vorher programmiertes Einsatzstichwort begrenzt, ein Mithören des Funkverkehrs ist nicht mehr möglich.
Der Löschzugführer und sein Stellvertreter haben Modell "Patron", dort wird die Einsatzstelle und Lage in Textform angezeigt. Bis heute hat der Löschzug Bergisch Neukirchen gute Erfahrung mit den soliden und zuverlässigen Meldeempfängern.