Bergisches Heimatlied

Wo die Wälder noch rauschen, die Nachtigall singt,
die Berge hoch ragen der Amboss erkklingt.
Wo die Quelle noch rinnet aus moosigem Stein,
die Bächlein noch murmeln im blumigen Hain.
Wo im Schatten der Eiche die Wiege mir Stand:

Ref.: Da ist meine Heimat, mein Bergisches Land,
da ist meine Heimat, mein Bergisches Land!

Wo die Wupper wild woget auf steinigen Weg
an Klippen und Klüften sich windet der Steg.
Wo der rauschende Schlot und der Räder Gebraus,
die flammende Esse, der Hämmer Gesaus,
verkünden und rühmen die fleissige Hand:

Ref.: Da ist meine Heimat ...

Wo die Schwerter man schmiedet dem Lande zur Wehr,
wo´s singet und klinget dem Höchsten zur Ehr,
wo das Echo der Lieder am Felsen sich bricht,
der Finke laut schmettert im sonnigen Licht,
wo der Handschlag noch gilt als das heiligste Pfand.

Ref.: Da ist meine Heimat ...

Wo so wunderbar wonnig der Morgen erwacht,
im blühenden Tale das Dörflein mir lacht.
Wo die Mägdlein so wahr und so treu und so gut,
ihr Auge so sonnig, so feurig ihr Blut,
wo noch Liebe und Treue die Herzen verband.

Ref.: Da ist meine Heimat ...

Keine Rebe wohl ranget am felsigen Hang,
kein mächtiger Strom fliesst die Täler entlang,
doch die Wälder, sie rauschen so heimlich und traut,
ob grüenden Bergen der Himmel sich blaut,
d´rum bin ich auch weit an dem fernsten Strand.

Ref.. Schlägt mein Herz der Heimat, dem Bergischen Land,
schlägt mein Herz der Heimat, dem Bergischen Land.

Wo den Hammer man schwinget, mit trotziger Kraft,
da schwingt man die Schwerter auch heldenhaft,
wenn das Vaterland ruft, wenn das Kriegswetter braust,
hebt kühn sich zum Streite die bergische Faust,
dem Freunde zum Schutze, dem Feinde zur Schand,
mit Gott für den Kaiser, fürs Bergische Land!

Ref.: Da ist meine Heimat ...

Rudolf Hartkopf